Aus dem Shakespeare’schen Wald direkt in eine streng geführte Nervenheilanstalt? Diesen Spagat wagt derzeit die Theater-AG TheoPlus TheaMaxi unter der Leitung von Regisseur Lukas Engelke. Mit dem Stück „Einer flog über das Kuckucksnest“ von Ken Kesey macht sich das jugendliche Ensemble auf in die totalitäre Düsternis von Zwangsmedikation, Elektroschocks und verordneter Tatenlosigkeit.

Die Unterwelt, der Fundus

Sie ist geheimnisvoll wie die Waldszenen im „Sommernachtstraum“, die Unterwelt des THG. Ein dunkler, unbekannter Ort voller Nischen und Winkel, in die sich nur Hausmeister und hartgesottene Gewandmeister trauen. Ein Gewandmeister ist übrigens die Person, die bei einer Theaterproduktion für die passenden Kostüme sorgt. Unsere Gewandmeisterin heißt Ilona Reiche. Ilona kennt sich aus in der Unterwelt.

Der Pizzaprobentag

Wie gesagt, wir wagen uns an Shakespeare. Am einem Samstag im März stand ein Probentag auf dem Programm. Nach einigen warm-up-Übungen stiegen wir direkt in die Szenenarbeit ein. Es war ganz schön anstrengend, denn obwohl wir die Texte nun größtenteils konnten, wurden wir vom Regisseur spätestens nach drei Sätzen unterbrochen. Was es hier alles zu bemerken, -sprechen und -mängeln gab! Hier eine Geste zu viel, dort eine Bewegung zu sparsam … dieser Satz zu schnell, jener zu leise. Alles wurde zerpflückt, um es zur Perfektion zu bringen. Aber es hat sich gelohnt:

 

Diesmal wagen wir uns an Shakespeare. Wir, die ca. 20 Darstellerinnen und Darsteller, bereiten uns schon im Winter auf „ein Sommernachtstraum“ vor. Wir, die 20 DarstellerInnen, Produktionsleitung und Regie trafen uns auch schon zu einem Arbeitswochenende in Rührberg. Neben dem Spaß eines Hüttenwochenendes standen Rollenanalysen und erste Szenenproben zu Shakespeares „Sommernachtstraum“ auf dem Programm des Ensembles um Regisseur Lukas Engelke.